Philosophie

Foto: IFK/Georg J. Lopata
Foto: IFK/Georg J. Lopata

Fabian, was ist eigentlich funktionelle Bewegung? – Alles was Spaß macht! 

Was ist deine Idee von Therapie? – Das zu lösen, was dich bremst.

Ich möchte, dass du wieder spielen lernst. Dass du deinem Körper und den Herausforderungen des Alltags vertrauen kannst. „Sich im Bewegen verlieren zu können.“ Das liebe ich. Die Elemente, die dafür nötig sind, habe ich mir über viele Jahre erarbeitet bzw. erarbeite ich mir seit Jahren. Es ist ein immerwährendes Spiel zwischen Loslassen und einfach den (Bewegungs-) Flow genießen und dann im zweiten Schritt das Gefühlte erklären und strukturieren. Wie beim Jazz. Es gibt verschiedenste Instrumente, Spielweisen und scheinbar keine Struktur. Zerlege ich das Spiel in seine Einzelteile verliert es erstmal etwas seinen Zauber, aber ich kann es mehr verstehen und schaue dann mit einer feineren Auflösung darauf. Ich finde eine Struktur und kann diese auf das Nächste anwenden.

So sehe ich die verschiedenen Anteile, die uns bewegen lassen als nicht trennbar. Und gleichzeitig sprechen wir oft separiert darüber – in Modellen. Das Sprechen über Bewegung ist schwer und abstrakt. Es erfahrbar machen, genießen und Ängste abbauen darum geht es im Kern. Im Kern konkrete positive Erfahrung. Wie heißt es so schön: Die Landkarte ist nicht das Terrain.

Also wie bringen wir Gesundheit und Krankheit, Psychologie, Verhalten, Angst, Schmerz, Glaubenssätze, einen Gemeinschaftsgedanken, Philosophie und Bewegung auf einen Nenner? Indem wir Spaß an dem haben was wir tun. Und wieder Staunen.

Jeder Mensch trägt sein Päckchen. Das kriegt man im Laufe des Lebens schon heraus. Ich habe das Privileg durch meine Arbeit nicht nur die oberflächliche Leistungsfähigkeit im Sinne einer Performance zu sehen. Vielmehr sehe ich täglich Menschen wie sie im Rahmen ihrer Einschränkungen Höchstleistungen erbringen und sich z.B. aus einem Schmerz herausarbeiten. An ihren Grenzen. Außerhalb ihrer Komfortzone. 

Die Herausforderung beginnt, wenn ich mich aufgegeben habe, den Sinn nicht sehe, alleine bin, von Glaubenssätzen zerfressen werde, keinen Plan mehr habe oder grundlegende Erkrankungen habe. Und es trotzdem versuche. 

Wie entwickle ich hier Spaß am Bewegen? 

Durch Achtung, Individualität, Pragmatik, Zielformulierungen, Selbstwirksamkeit und Reflexion. Ich kann dir die Neugier vorleben, Tools an die Hand geben mit denen du Bewegung und Selbstwirksamkeit erfährst. Am Anfang gibt es meist das konkrete Ziel ein Symptom zu verändern, Schmerzen zu lindern oder wieder etwas zu schaffen. Das ist mit Disziplin verbunden. Wenn der Inhalt das Bewegen ist, stellen wir uns irgendwann die Frage, was uns eigentlich bremst das einfach zu machen. – Dann Arbeiten wir am Kern. Dann lösen wir unsere Bremsen. 

Meist ist die Idee von Therapie, das uns jemand kontinuierlich hilft und uns unsere Probleme schon abnimmt und löst. Ich stelle Patienten oft die Frage: Möchtest du jemanden suchen, der stark genug ist, dich auf deinem eingerosteten Fahrrad den Berg hochschiebt? In der Gefahr niemanden zu finden der bereit dafür ist. Und von dieser Person abhängig zu sein.

Oder möchtest du jemanden an deiner Seite haben, der dir die Einzelteile aufzeigt, erklärt und dir Mittel an die Hand gibt einfach die Kette ölen?

Kurz und knapp:

  1. Mein oberstes Ziel ist es mich überflüssig zu machen.
  2. Der Nr. 1 Einfluss auf Erfolg: Hartnäckigkeit
  3. Transparenz und Kommunikation liegen mir am Herzen.
  4. Höre jedem Patienten ausreichend zu!
  5. Keine Vermutungen. Schnelle Veränderungen und direkte Beurteilung.
  6. Change peoples lives. – Nachhaltige Veränderungen.